Eine andere Geschichte

Ein Stück für musikalisches Theater

Palästina in den Jahren 6 bis 70 unserer Zeitrechnung: Ein Land, in dem eine Kolonialmacht auf der verbrannten Erde ihrer Eroberungen gewaltige Bauprojekte – Stadien, Staudämme und ganze Städte – aus dem Boden stampft; ein Land, in dem verschiedene Religionen, Kulturen, Visionen aufeinander treffen und in die Kämpfe um die imperiale Macht hineingezogen werden; ein Land, das auf eine Katastrophe zusteuert und dabei eine neue Religion gebiert: das Christentum.

Erzählt werden parallel zwei ineinander greifende Geschichten: zum einen der Aufstieg des jungen Architekten Amos Julius, der an die zivilisatorische Mission Roms und die Segnungen des technischen Fortschritts glaubt – bis seine Frau an einer rätselhaften Lähmung erkrankt. Zum anderen die Geschichte der Bewegung um einen gewissen Jeschua aus Galiläa, der sich aufmacht, der Logik des Empire ein Reich der Armen entgegenzusetzen, und den Anbruch einer neuen Zeit verkündet.

Im Zusammenstoß der beiden Welten brechen Beziehungen auseinander, verlieren Menschen ihren Halt, gerät das sicher Geglaubte ins Wanken: Mirjam verlässt ihren Mann; Amos beginnt, an seiner zivilisatorischen Mission zu zweifeln; und auch Jeschua verliert im Strudel der Ereignisse seine Orientierung …

Das Stück, dem umfangreiche Recherchen über die Ursprünge des Christentums zugrunde liegen, eröffnet neue, ungewohnte Perspektiven auf die Evangelien und zeigt dabei eine Welt, die zugleich fremd und auf beunruhigende Art mit der unseren verwandt ist.

9 H / 4 D in wechselnden Rollen

Leseprobe: Vorspiel als pdf

Stücktext (Deutsche Fassung / English Version)