
In Vorbereitung:
Fabian Scheidler
Der unvermeßbare Raum
Lyrik. Kurze Prosa. Bilder.
Zum Inhalt:
„Utopographie“ führt den Leser durch die Augen einer namenlosen Figur in zwölf kurzen Prosastücken in die Abgründe einer zum Unort gewordenen Stadt, in der es kein Bleiben, keine Berührung und keine Begegnung mehr zu geben scheint.
„Aus Höfen und Kammern“ ist eine kleine Sammlung von Gedichten, die sich zwischen lichtdurchschrittenen Nächten und unerbittlichen Tagesanbrüchen bewegt.
„Miriam“ gibt eine Auswahl rhythmischer, teils chorischer Prosa aus dem gleichnamigen Theaterstück. Das Stück basiert auf einer Fallgeschichte des amerikanischen Neurologen Oliver Sacks („Zeit des Erwachens“) und führt in die Innenwelt einer Frau, die nach 40jähriger Erstarrung wieder zum Leben erwacht, dabei aber immer wieder von Panikzuständen und grotesken Zwängen heimgesucht wird.
„Kharkai“ ist wieder eine kleine Lyriksammlung. Der Titel bezieht sich auf einen Fluss im Osten Indiens, in dessen Umgebung die meisten dieser Gedichte entstanden sind.
„Salz“ vereinigt drei kurze Prosastücke, die auf unterschiedliche Weise Prozesse der Lähmung beschreiben. „Der Pförtner“ nimmt das Paradoxon des Zenon von dem Pfeil, der nie sein Ziel erreicht, auf.
Das vierstrophige Gedicht „Bourdeaux“, entstanden beim Karneval in Bordeaux, schlägt dagegen ganz andere Töne an: schroffe Rhythmen, leuchtende Farben, jähe Bewegungen, die die Stadt und ihre Bewohner transformieren.
„Ein Raum mit der Nacht“ bringt zwei Monologe aus dem Stück „Der Albatros“, das auf Coleridges berühmter Ballade „The Rime of the Ancyent Marinere“ beruht: zum einen den Monolog der Braut, die aus dem Hochzeitssaal hinaus in die regnerische Nacht tritt und ihrer eigenen Fremdheit in der Menschenwelt wie in der Natur begegnet; zum anderen den Monolog des Polargeistes, der dem schuldbeladenen Seefahrer im Traum erscheint.
„Zeugen“ schließlich, die längste Lyriksammlung des Bandes, versammelt die jüngsten Gedichte des Autors, die noch einmal die Dimensionen des „unvermeßbaren Raumes“ ausloten.
Die Kapitel werden interpunktiert von zehn Fotomontagen.