
Fabian Scheidler, geboren 1968 in Bochum, hat, nach Anfängen beim Film, in Frankfurt/Main Theaterregie bei Hans Hollmann, Cesare Lievi und Luc Bondy studiert. 1995 inszenierte er als Abschlußarbeit am Schauspiel Frankfurt „Kaiser Jones“ von Eugene O’Neill.
1996 erhielt er ein Regiestipendium der Stadt München für das choreografische Projekt „Fünzehn Porträts fünf einen Augenblick beschreibender Menschen“. Es folgte ein einjähriges Studium klassischen indischen Tanztheaters bei Lingoraj und Shashadhar Acharya in Seraikella (Bihar) und New Delhi, freie Regiearbeiten, unter anderem in Zusammenarbeit mit dem japanischen Noh-Theater-Meister Akira Matsui, und 2001 die Uraufführung des Stücks „Der Albatros“ in eigener Regie.
Von 2003 bis 2007 war Fabian Scheidler als hauptverantwortlicher Dramaturg am Berliner GRIPS Theater tätig, wo im November 2007 auch sein Stück „Prima Klima“ uraufgeführt wurde (ausgezeichnet als offizieller Beitrag zur UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung). Am Grips Theater koordinierte er außerdem drei Jahre lang die Veranstaltungsreihe „Gegenstimmen attac lädt ein“.
Ebenfalls für attac übernahm Fabian Scheidler, zusammen mit Jutta Sundermann, Konzeption und Redaktion des ZEIT-Plagiats, das im März 2009 bundesweit für Aufsehen sorgte und im Oktober 2009 den renommierten Otto-Brenner-Medienpreis erhielt. 2010 war er als Projektkoordinator für das Attac-Bankentribunal in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Berlin, tätig.
Im Dezember 2009 gründete Fabian Scheidler mit David Goeßmann das unabhängige Fernsehmagazin Kontext TV.
Neben der schriftstellerischen Arbeit entstehen seit 2001 als neuer Arbeitsschwerpunkt auch Fotografien und digitale Fotomontagen, von denen einige in den Büchern „Die volle und die leere Welt“ und „Der unvermeßbare Raum“ enthalten sind.
Fabian Scheidler lebt heute als freischaffender Autor, Dramaturg, Journalist und bildender Künstler in Berlin.